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7. März 2010 Kategorie Tierrechte

Tierschutz oder Tierrechte – was ist der Unterschied?

Indien hat gerade verfügt, dass Zirkus- und Zooelefanten alle in Reservatzonen überführt werden sollen, wo sie ihr Leben in relativer Freiheit genießen können. Relativ, weil diese Zonen, obwohl größer als das, was diese Elefanten bisher kannten, dennoch begrenzt sind und weil beobachtet werden muss, ob sie sich in der Freiheit überhaupt noch zurecht finden und anpassen können. Betroffen sind etwa 130 Tiere. Erreicht wurde diese Entscheidung aufgrund der stetigen Arbeit von Tierrechtlern. Gleichzeitig leben noch etwa 3.500 Elefanten in Gefangenschaft, entweder als Arbeitselefanten oder dressiert in Tempeln, wo sie stundenlang fast unbeweglich stehen müssen und die Gläubigen in den Ganesha-Tempeln “segnen”, indem sie ihnen mit dem Rüssel den Scheitel oder die Stirn berühren.

Diese Nachricht ist gar nicht so neu, aber sie hat mich erneut zum Nachdenken gebracht über den Unterschied zwischen Tierschutz und Tierrechten. Das ist nämlich kein Wortspiel, dazwischen liegen Welten! Die Tierrechtler gehen davon aus, dass Tiere ihre eigene Würde und Unantastbarkeit haben und wir nicht das Recht besitzen, sie in irgendeiner Form zu benutzen, auszubeuten. Um beim Beispiel der Elefanten zu bleiben: Sie wären fast ausgestorben und wir haben sie lange geschützt. Doch wenn sich die Populationen in manchen Gegenden so gut erholen, dass sie für uns Menschen unbequem werden, geben wir sie sofort wieder zum Abschuss frei. Im Zweifel setzen wir also unsere Interessen immer über die der Tiere, insbesondere unsere wirtschaftlichen Interessen.

Es geht dabei nicht nur um Elefanten und andere vom Aussterben bedrohte Tierarten. Wir tun dasselbe mit unserem sogenannten “Nutzvieh”. Was für ein Wort! Nutzvieh und Tiere überhaupt gelten in Deutschland als Sachwerte, ihre Verletzung als Sachbeschädigung. Das lässt erahnen in welchem Geist wir Deutschen auf das Thema Tiere schauen. Der Tierschutz engagiert sich darin, z.B. die Haltung von Hühnern in zu kleinen Käfigen abzuschaffen – eine sehr lobenswerte Sache – aber niemand von den Tierschützern stellt infrage, ob wir das Recht haben, Hühner überhaupt zu halten, vom Essen einmal ganz abgesehen.

Die Frage der Tierrechte ist also viel weitreichender gefasst und behandelt das Thema einzig als Wahrung der Interessen der Tiere. Der Tierschutz dagegen relativiert die Tatsache, dass Tiere Rechte haben und versucht, dass es den Tieren möglichst gut gehen soll, solange wir sie “benutzen” können, wie wir wollen.

Wie halten Sie es? Sind Sie der Meinung, Tiere haben Rechte, die genauso unantastbar sind, wie die von uns Menschen?

13. Februar 2010 Kategorie Ernährung, Tierrechte

20.000 Tiere pro Woche retten

Bremen ist die erste deutsche Stadt, die einen Veggie-Day – einen vegetarischen Wochentag eingeführt hat. Wenn sich tatsächlich alle daran halten, würde das etwa 20.000 Tieren pro Woche das Leben retten, die sonst auf den Tellern der Bremer Bürger landen. Doch nicht nur die Tiere können sich freuen, auch die Umwelt wird geschont. Durch diesen einen Wochentag ohne Fleisch kann genauso viel CO2 eingespart werden wie 40.000 Autos im Jahr verursachen. Und der Gesundheit kommt es auch zugute, denn tierische Nahrungsmittel sind die Hauptverursacher von chronischen Krankheiten wie Bluthochdruck, Herzinfarkt und Krebs.