Posts Tagged “salmonellen”

9. September 2010 Kategorie Ernährung, Medizin

Nach den Eiern nun wieder Fleisch

Nach dem Rückruf einer halbe Milliarde (!) Eier wegen Salmonellengefahr gibt es eine weitere Rückrufaktion in den USA. Diesmal geht es wieder um einen Befall von E.coli, einem Bakterium, das Magen-Darm-Erkrankungen hervorrufen kann. Ende August waren drei Menschen bereits erkrankt. Etwa 4000 Kg Fleisch sollen zurückgerufen werden, doch etliches davon dürfte friedlich in den Tiefkühlschränken schlummern.

Es gibt verschiedene E.coli Bakterienstämme. Nur einer ist derzeit offiziell im Fleisch verboten. Die amerikanische Regierung muss nun entscheiden, ob sie sechs weitere Stämme in die Verbotsliste aufnimmt. Die Fleischindustrie reagierte abwehrend – nur wegen eines Krankheitsausbruchs sei das Verbot nicht erforderlich. Ein Verbot der Krankheitserreger würde “mehr schaden als nutzen”, denn es würde nur zu teuren Tests führen. Dieses Geld könne man besser in Maßnahmen investieren, die verhindern, dass diese Bakterien überhaupt ins Fleisch gelangen.

Na dann weiterhin allen “Genießern” tierlicher Nahrungsmittel Guten Appetit.

21. August 2010 Kategorie Ernährung, Medizin, Tierrechte, Umwelt, vegan

Eier Rückrufaktion wegen Salmonellen

Ein halbe Milliarde Eier werden nach einem Befall mit Salmonellen zurückgerufen. Nur zwei Eierfarmen haben diese Menge produziert und an beiden Orten wurden bei Tests Salmonellen gefunden. Daher der Rückruf. Das “Egg-Safety Centre” – das “Zentrum für Eiersicherheit” kommentierte dazu: “Nur ein Prozent aller Eier in den USA sind betroffen”.

Natürlich könnte es uns eigentlich egal sein, ob in den USA gerade eine solche Rückrufaktion stattfindet, denn die Eier werden wohl kaum nach Deuschland gelangen. Oder vielleicht doch? In weiterverarbeiteten Lebensmitteln könnten sie vielleicht doch… aber darum geht es mir gar nicht.

Ich bin bestürzt über die Mengen. Wenn eine halbe Milliarde Eier nur 1% der Eier in den USA ausmacht, bedeutet das, das 50 Milliarden Eier auf dem Markt waren, als die Rückrufaktion begann. Bei nicht ganz 300 Millionen Einwohnern sind das ca. 15 Eier pro Kopf, Veganer und Lacto-Vegetarier nicht herausgerechnet. Wie viele Milliarden Hennen sitzen dafür in Legebatterien? Wieviel “Kraftfutter” aus genmanipuliertem Mais und Fischmehl wird ihnen gefüttert? Wieviele Tonnen ihrer Exkremente verseuchen die Luft und das Grundwasser? Ist es in Deutschland ähnlich?

Wenn ich diese Dimensionen anschaue, dann frage ich mich, ob wir wirklich überhaupt etwas ausrichten können, wenn Einzelne unter uns sagen: da mache ich nicht mehr mit. Wie viele Menschen müssten diesen Schritt gehen, damit sich in der Welt sichtbar etwas verändert? Und doch kann nur jeder einzelne Mensch für sich allein die Entscheidung treffen, an diesem System teilzunehmen oder eben nicht. Im Fall des Essens ist es auch ganz einfach – nur wir selbst entscheiden, was wir in den Mund stecken und was nicht. Niemand anderes ist verantwortlich.

25. Februar 2010 Kategorie Ernährung, Medizin, Tierrechte

Rückrufaktion für verseuchtes Fleisch

Fast 5 Millionen Pfund Rind- und Kalbfleisch von der Huntington Fleischverpackung werden in den USA wegen Verdacht auf Escherischia Coli Befall zurückgerufen sowie fast 1,5 Millionen Pfund mit Salmonellen verseuchte Salami der Firma Daniele Inc.

Mir ist nicht bekannt, ob diese Produkte auch nach Deutschland exportiert wurden, aber es zeigt wieder einmal, dass die Massentierhaltung und Massenverarbeitung von Fleisch nicht ungestraft von statten gehen können. Escherischia Coli ist ein Bakterium, das wir alle in uns tragen, bestimmte Formen davon können jedoch  Magen-Darm-Erkankungen auslösen, außerdem Harnwegsinfekte, Bauchfellentzündung oder Neugeborenenmeningitis. Wenn es im Fleisch vorkommt, bedeutet das, dass das Fleisch mit Fäkalien verunreinigt war. Das kommt sehr häufig vor, wied aber eben meist nicht entdeckt.

Es ist nicht das erste Mal, dass so etwas in den USA geschieht und es hat auch schon Todesfälle deshalb gegeben. Der Grund dafür liegt nicht nur in Verletzungen der Hygienepflicht, sondern er liegt noch tiefer. Weil die Maisproduktion so stark angewachsen ist – der größte Teil davon genmanipuliert – wird der Mais auch an Kühe verfüttert. Das Verdauungssystem der Kühe ist aber auf Gras ausgerichtet. Das Füttern von Mais hat eine Veränderung der Darmflora der Kühe bewirkt, was wiederum eine Mutation der E. Coli Bakterien verursacht hat, die inzwischen resistent gegen Antibiotika sind. Die Tatsache, dass die meisten Kühe auch Antibiotika bekommen, hat dazu sicher auch beigetragen.

Das U.S. Department für Landwirtschaft und Nahrungsmittelsicherheit untersucht die Fälle derzeit.

Quellen: http://www.newsinferno.com/archives/18669

http://www.cidrap.umn.edu/cidrap/content/fs/food-disease/news/feb0110salmo.html