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21. August 2010 Kategorie Ernährung, Medizin, Tierrechte, Umwelt, vegan

Eier Rückrufaktion wegen Salmonellen

Ein halbe Milliarde Eier werden nach einem Befall mit Salmonellen zurückgerufen. Nur zwei Eierfarmen haben diese Menge produziert und an beiden Orten wurden bei Tests Salmonellen gefunden. Daher der Rückruf. Das “Egg-Safety Centre” – das “Zentrum für Eiersicherheit” kommentierte dazu: “Nur ein Prozent aller Eier in den USA sind betroffen”.

Natürlich könnte es uns eigentlich egal sein, ob in den USA gerade eine solche Rückrufaktion stattfindet, denn die Eier werden wohl kaum nach Deuschland gelangen. Oder vielleicht doch? In weiterverarbeiteten Lebensmitteln könnten sie vielleicht doch… aber darum geht es mir gar nicht.

Ich bin bestürzt über die Mengen. Wenn eine halbe Milliarde Eier nur 1% der Eier in den USA ausmacht, bedeutet das, das 50 Milliarden Eier auf dem Markt waren, als die Rückrufaktion begann. Bei nicht ganz 300 Millionen Einwohnern sind das ca. 15 Eier pro Kopf, Veganer und Lacto-Vegetarier nicht herausgerechnet. Wie viele Milliarden Hennen sitzen dafür in Legebatterien? Wieviel “Kraftfutter” aus genmanipuliertem Mais und Fischmehl wird ihnen gefüttert? Wieviele Tonnen ihrer Exkremente verseuchen die Luft und das Grundwasser? Ist es in Deutschland ähnlich?

Wenn ich diese Dimensionen anschaue, dann frage ich mich, ob wir wirklich überhaupt etwas ausrichten können, wenn Einzelne unter uns sagen: da mache ich nicht mehr mit. Wie viele Menschen müssten diesen Schritt gehen, damit sich in der Welt sichtbar etwas verändert? Und doch kann nur jeder einzelne Mensch für sich allein die Entscheidung treffen, an diesem System teilzunehmen oder eben nicht. Im Fall des Essens ist es auch ganz einfach – nur wir selbst entscheiden, was wir in den Mund stecken und was nicht. Niemand anderes ist verantwortlich.

12. Februar 2010 Kategorie Ernährung, Medizin

Geflügel und Eier verdoppeln das Risiko für Prostatakrebs

Die Ernährung von knapp 1300 Männern mit Prostatakrebs ohne Rezidiv (Wiederauftreten) wurde zwei Jahre lang von einem Forscherteam eines Zusammenschlusses mehrerer amerikanischer medizinischer Fakultäten beobachtet. Hintergrund war die Tatsache, dass Fleisch und Fisch zur Entstehung von Prostatakrebs beitragen sollen, niemand aber je untersucht hat, wie es nach der Diagnose weitergeht.Ziel der Studie war es also, den Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Fleisch, Fisch, Geflügel und Eiern und dem Risiko des Fortschreitens oder Wiederauftretens von Prostatakrebs zu erforschen.[1]

Der Verzehr von Eiern und Geflügel mit Haut ergab ein verdoppeltes und sogar bis zu vervierfachtes Risiko für das Wiederauftreten der Krankheit. Diese Studie zeigt, dass es sehr wohl auf die Ernährung ankommt, selbst nach einer Krebsdiagnose. Beim Braten und Grillen von Fleisch entstehen sogenannte heterozyklische Amine, die erwiesenermaßen Krebs erregend sind. Eine Studie mit ca. 23.000 Teilnehmern über mehrere Jahre ergab ein erhöhtes Prostatakrebsrisiko durch den Verzehr von stark gebratenem oder gegrilltem Fleisch.[2]

Der Verzehr von Eiern ist ebenfalls problematisch, weil Eier viel tierisches Fett enthalten, das nachweislich mit der Krebsentstehung in Verbindung gebracht wird. Die Forscher vermuten weiter, dass der hohe Cholingehalt von Eiern beim Prostatakrebs eine Rolle spielt: “Der Verzehr von Eiern wirkt sich entscheidend auf den Cholinwert im Blut aus, und dieser wiederum wurde kürzlich mit einem erhöhten Risiko für Prostatakrebs in Verbindung gebracht”, sagte einer der Forscher.[3]

[1] Richman EL et al. Intakes of meat, fish, poultry, and eggs and risk of prostate cancer progression. Am J Clin Nutr. 2009 Dec 30.

[2] Sinha R et al. Meat and meat-related compounds and risk of prostate cancer in a large prospective cohort study in the United States. Am J Epidemiol. 2009 Nov 1;170(9):1165-77

[3] http://www.foodnavigator.com/Science-Nutrition/Meat-not-linked-to-prostate-cancer-recurrence-risk