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22. Mai 2010 Kategorie Ernährung, Tierrechte - Kein Kommentar

Grillen ohne Tierleid?

Kann man die Grillsaison genießen ohne dafür das Leiden und Sterben von Tieren in Kauf zu nehmen? Ja, das geht ganz problemlos. Neben leckeren marinierten Gemüsespießen oder selbstgemachten Würstchen oder Bratlingen (z.B. aus Sonnenblumenkernen, Karotten und anderem Gemüse) gibt es natürlich fertige Fleischersatzprodukte zu kaufen. Ob das schmeckt und auch Nicht-Veganer überzeugt? Peta hat einen Film darüber gemacht.

22. Mai 2010 Kategorie Inspiration - Kein Kommentar

Denken oder Sein?

Viele Menschen denken über den Sinn ihres Lebens nach, suchen ihn, wollen ihn (heraus)finden.  Das kann ganz schön viel Stress verursachen, denn wenn man ihn nicht findet, bleibt das eigene Leben dann sinnlos? Vergeudete Lebenszeit? Das reicht doch für eine handfeste Depression, oder? Oder aber man findet einen Sinn, der einem Angst macht, an den man sich nicht herantraut, wie z.B. die Welt zu retten, oder vielleicht auch ‘nur’ Wale oder streunende Katzen…

Neulich las ich den Satz: Der Sinn deines Lebens ist nicht, was du denkst.

Stimmt! Der Sinn deines Lebens ist, zu sein, wer du bist! Dein Potential möglichst ganz zu entfalten. Es geht nicht darum, irgendeine Aufgabe zu erfüllen. Dinge, wie ‘erfolgreich werden’ oder  ‘die Welt retten’ sind letztlich nur Aktvititäten, durch die du dein Sein ausdrückst. Diese Aktivitäten können wichtig sein, gar keine Frage. Wir alle haben Ziele, Wünsche, vielleicht eine Berufung, aber jede/r von uns ist viel mehr als das. Wenn wir Selbsterkenntnis betreiben und uns bewusst machen, welche Geschenke jede/r von uns der Welt zu geben hat, dann gehen wir unseren ureigenen Weg. Wenn wir unser Tun vollkommen verantworten, können wir jede Entscheidung treffen, ohne uns an Regeln anderer halten zu müssen. Es gibt dann kein richtig oder falsch mehr.  All diese Grenzen, die uns scheinbar gesetzt sind, lösen sich dann auf und dahinter liegt die Freiheit.

Diese Freiheit beinhaltet, sich in jedem Moment zu prüfen und auf dem eigenen Weg zu bleiben. Isst du jetzt dieses Tier oder nicht? Fährst du diese Strecke mit dem Auto oder mit dem Rad? Stellst du Forderungen an diesen Menschen oder lässt du ihn ganz frei? Kaufst du Billigware und nimmst Kinderarbeit in Kauf oder verzichtest du auf etwas, das du dir wünscht? Wie drückt sich das, was du bist, am besten aus?

Vielleicht ist Pfingsten genau der richtige Moment, sich Zeit zu nehmen und da hinein zu spüren…

21. Mai 2010 Kategorie Umwelt - Kein Kommentar

Solarbetriebene Frachtschiffe?

Können Sie sich vorstellen, dass Schiffe mit riesigen Sonnensegeln ausgestattet werden und so der Transport von Waren und Reisen deutlich umweltfreundlicher werden? Das ist schon seit einiger Zeit möglich – für Fähren, Tanker, Privatjachten – und erste Firmen setzen die Technik auch schon ein. Die Firma Solar Sailor hat sich die Technologie patentieren lassen und ihre Produkte sind nicht nur umweltfreundlich, sondern auch eine Augenweide. Schiff mit SonnensegelErste Fährschiffe sollen in Hongkong zum Einsatz kommen, ein großes chinesisches Frachtunternehmen nutzt bereits die Sonnensegel und senkt so den Energieverbrauch ihrer Transportschiffe um 20-40%. Kombiniert man die Sonnensegel mit Hybridmotoren, wird die Energiebilanz noch besser.

16. Mai 2010 Kategorie Inspiration - Kein Kommentar

Warum weinst Du?

Ein Mann klopfte an die Tür seines Freundes, um ihm eine Bitte vorzutragen:
Kannst Du mir bitte 4000 Dinar leihen, um eine Schuld zu begleichen? Kannst Du mir helfen?
Der Freund bat seine Frau, alles zusammenzutragen, was sie an Wertsachen besaßen, aber selbst das reichte nicht. Er musste losgehen und sich von den Nachbarn Geld leihen, bis er die Summe zusammen hatte.

Als der Mann ging, sah die Frau, dass ihr Ehemann weinte.
Warum bist du traurig? Hast Du etwa Angst, dass wir jetzt, wo wir uns verschuldet haben, es nicht zurückzahlen können?
Nein, das ist es nicht. Ich weine, weil dieser Freund, der uns gerade besucht hat, mir sehr am Herzen liegt und trotzdem wusste ich nichts von seiner Situation. Ich habe mich seiner erst erinnert, als er gezwungen war, an meine Tür zu klopfen und mich um Geld zu bitten.

von Paulo Coelho.

9. Mai 2010 Kategorie Ernährung, Medizin - Kein Kommentar

Bio oder nicht Bio – das ist hier die Frage

Nun hat es die Bio-Branche mal wieder erwischt und alle Kritiker können jubeln – Bio ist eben doch nicht besser. Vor Kurzem musste Lidl noch den Käse wegen Verseuchung mit Listerien zurückrufen – zugegeben, das war kein Bio-Skandal, das war konventionelle Lebensmittel-Vergiftung – nun sind es die Bio-Eier mit Dioxin.

Wer sich für die Hintergründe interessiert und die Fakten noch einmal nachlesen möchte schaut z.B. in der TAZ nach.

Die Frage ist: können wir wirklich erwarten, dass Discounter wie Aldi und Lidl uns qualitativ hochwertige Bioware liefern? Dort gehen wir doch hin, weil wir für unsere Ernährung nicht viel Geld ausgeben können. Muss man sich dann nicht auch darüber im Klaren sein, dass die Standards für Lidl oder Aldi Bioware eben andere sind, als für Demeter oder Allnatura Produkte aus dem Biomarkt? Demeterhöfe bauen mindestens 70% des Tierfutters auf eingenem Land an, optimalerweise sollten es natürlich 100% sein.

Bio gerät in Verruf – doch eigentlich liegt es daran, dass die gesetzlichen Vorschriften auch auf EU-Ebene deutlich niedrigere Standards setzen, das Ergebnis sehen wir nun. Genauso gibt es z.B. Bio-Sonnenblumenkerne aus China – wer will denn nachprüfen, ob die wirklich Bio sind? Oder die Sojamilch-Produkte, die es jetzt im Supermarkt zu kaufen gibt, sind die wirklich alle aus nicht genmanipuliertem Soja?

Ich verlasse mich am liebsten auf Bioprodukte mit hohen Standards aus Deutschland. Oder auf ausländische Bioprodukte aus dem Transfairhandel. Aber das ist natürlich auch eine Frage der finanziellen Möglichkeiten und da geht es mir wie den meisten von uns: alles Bio geht einfach nicht. Ich habe den Vorteil, dass ich vegan lebe und inzwischen Rohköstlerin geworden bin. Meine Ernährung besteht also fast ausschließlich aus gutem Gemüse, Obst und Nüssen.

Wie machen Sie das? Wieviel Bio kaufen Sie? Wem vertrauen Sie noch?

3. Mai 2010 Kategorie Inspiration - Kein Kommentar

Statt Blumen zum Muttertag

Am Sonntag ist wieder Muttertag. Eine Einrichtung, die ich eigentlich völlig überflüssig finde. Wer seine Mutter wertschätzt, wird dies hoffentlich öfter als einmal im Jahr zeigen. Aber der Druck, am Sonntag eine kleine Aufmerksamkeit zu verschenken ist natürlich groß. Meist sind es ja diese völlig überteuerten Blumensträuße, die man ohne zu überlegen schnell kaufen kann. Wie wäre es denn dieses Jahr mit einem anderen Geschenk? Einem, das Mutter freut und dem Ganzen hilft?

Statt Blumen – ein Baum. Bei Baldwald gibt es nicht nur eine Urkunde, sondern man hat tatsächlich realen Zugang zu “seinem” Baum.

Statt Schokolade -  eine Apfelpatenschaft. Das unterstützt ein schönes Projekt und sichert Mutter 20 Kg Äpfel von ihrem eigenen Baum – sehr lecker und sehr gesund.

Zum Spielen – Mutter puzzelt gern? Im Shop des Vereins zur Rettung des Regenwalds gibt es viele interessante Artikel, darunter mehrere Puzzle mit 1000 Teilen, die schön und eine echte Herausforderung sind.

Wollen Sie Ihrer Frau zusammen mit Ihren Kindern eine Muttertagsüberraschung bereiten? Wie wäre es mit Pfannkuchen zum Frühstück? Aber natürlich vegan, damit kein Tier für den Muttertag leiden muss. Sie haben kein Rezept? Das lässt sich schnell ändern. Dieses Rezept ist so kinderleicht, ihre Kinder werden begeistert sein:

Zutaten:

  • 2 Tassen Vollkornmehl (Weißmehl enthält kaum Nährstoffe)
  • 2 TL Backpulver
  • 1 Tasse Apfelsaft (Naturtrüb, ungezuckert)
  • 1 Tasse Sojamilch
  • evtl. etwas Agavendicksaft oder Ahornsirup zum Süßen
  • 1 Prise Salz

Mehl mit Backpulver und der Prise Salz gut vermischen, dann die Flüssigkeiten hinzugeben. Der Teig sollte dickflüssig sein. Eine Pfanne mit Öl auspinseln und die Pfannkuchen darin ausbacken. Tipp: in einer kleinen Pfanne ist es einfacher.

Servieren Sie die Pfannkuchen mit Ahornsirup, Marmelade oder einem veganen Schokoaufstrich und Nüssen – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Guten Appetit.

Vielleicht schenken Sie auch einfach etwas mehr von Ihrer Zeit – in Form einer außergewöhnlichen Unternehmung wie einem Picknick im Grünen, einer Fahrt im Ruderboot, oder oder oder…

1. Mai 2010 Kategorie Ernährung - 1 Kommentar

Fischöl trägt nicht zur Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten bei

Es wird immer wieder gesagt, dass der Verzehr von Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren, insbesondere EPA und DHA die kognitiven Fähigkeiten im Alter länger aufrecht erhalten soll. Doch neueste Forschungen haben ergeben: Fischöl trägt nicht zur Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten bei. Zu diesem Ergebnis kamen englische Forscher, die ältere Erwachsene nach zwei Jahren mit Fischöl als Nahrungsergängzungsmittel untersuchten. In einer Doppelblindstudie bekamen 867 Versuchspersonen mit einem Durchschnittsalter von 75 Jahren entweder Fischöl (mit 200 mgEPA plus 500 mg DHA) oder Placebo (Olivenöl). Verschiedene Untersuchungen wurden durchgeführt, darunter Tests zur Reaktionszeit, dem räumlichen Gedächtnis sowie zur Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung. Zwischen beiden Gruppen traten keine Unterschiede auf.

Dangour AD, Allen E, Elbourne D, et al. Effect of 2-y n23 long-chain polyunsaturated fatty acid supplementation on cognitive function in older people: a randomized, double-blind, controlled trial1–3. Am J Clin Nutr. Published ahead of print April 21, 2010. doi: 10.3945/ajcn.2009. 29121.

Die Frage, die man sich stellen sollte ist: woher haben die Fische die Omega-Fettsäuren? Diese sind nämlich pflanzlichen Ursprungs. Deshalb enthalten Zuchtfische auch viel weniger. Wir können unseren Bedarf sehr gut aus Pflanzennahrung decken, müssen den Umweg über das Fischfett nicht machen, denn Fischfett enthält neben den Omega-Fettsäuren viele andere Dinge, die wir in unserem Körper lieber nicht haben wollen, wie etwa Schwermetalle und giftige Chemikalien.

12. April 2010 Kategorie Tierrechte - Kein Kommentar

Hunderte von Walen gerettet – Sea Sheperd sei Dank!

Die japanischen Walfänger sind sauer. Haben sie doch “nur” 507 Wale gefangen anstatt der 850, die sie sich vorgenommen hatten. Im letzten Jahr waren es noch 680 der friedlichen Meeressäuger. Die Sea Shepherd von Capitain Paul Watson beziffert den finanziellen Verlust, den die Walfänger dadurch hinnehmen mussten mit 70 Millionen Dollar. Ein großer Gewinn für die Umwelt. Die Frustration und Wut der Japaner schlug jedoch solche Wellen, dass sie ein Schiff der Sea Shepherd – die Ady Gil – rammten, weil die Organisation mehr als drei Wochen lang verhinderte, dass auch nur ein einziger Wal gefangen und getötet werden konnte.

Wir können nur hoffen, dass diese Aktionen mit der Zeit dazu führen werden, dass der Walfang als unwirtschaftlich aufgegeben wird. Aber vermutlich bin ich da zu idealistisch…

Quellen:
www.ecorazzi.com/2010/04/12/whalers-blame-sea-shepherd-for-lowest-catch-in-years/
http://www.ecorazzi.com/2010/03/10/sea-shepherd-estimate-70m-lost-for-japanese-whaling-fleet-in-latest-campaign/

29. März 2010 Kategorie Ernährung - Kein Kommentar

Du bist, was du isst

Sind Sie ungeduldig? Treffen Sie manchmal Entscheidungen, die sich schlecht auf Ihre Finanzen auswirken? Schuld daran könnte Ihr Essen sein. Fast Food ist nicht nur schlecht für unseren Körper, es beeinflusst den ganzen Menschen, vor allem auch unser Verhalten und unsere Entscheidungen.

Die Ursprungsidee von Fast Food – dem schnellen Essen – war die Erhöhung der Effizienz. Die Menschen sollten schnell eine Mahlzeit verzehren, um sich dann anderen Dingen zuwenden zu können. Forscher haben jedoch herausgefunden, dass der bloße Anblick eines Fast Food Logos schon Ungeduld verursachen kann, die dazu führt, dass wir z.B. andere Produkte auswählen, andere wirtschaftliche Entscheidungen treffen, als ohne diesen Einfluss.

In einem Experiment zeigten die Forscher den Versuchspersonen  Fast Food Symbole wie zum Beispiel das McDonalds Logo auf einem Bildschirm, allerdings nur wenige Millisekunden lang, sodass das Bild nicht bewusst erfasst werden konnte. In einem nachfolgenden Lesetest, lasen die Versuchspersonen aus dieser Gruppe deutlich schneller, als die, die nur schwarze Quadrate auf dem Bildschirm gesehen hatten. Es bestand keinerlei Vorteil darin, früher mit dem Lesen fertig zu sein.

In einem weiteren Versuch sollten sich die Versuchspersonen an einen Aufenthalt in einem Fast Food Restaurant erinnern. In der Folge wählten sie eher Zeit sparende Produkte aus – wie zum Beispiel ein 2 in 1 Shampoo. Ein letztes Experiment zeigte, dass die Bereitschaft eine Belohnung durch Warten zu vergrößern durch den Anblick eines Fast Food Logos verringert wurde. Die Versuchspersonen wählten eher eine kleinere Sofortzahlung, statt eines späteren, größeren Betrags.

Es ist also ähnlich wie beim Pawlow-Reflex: so wie die Klingel bei den berühmten Hunden den Speichelfluss anregte, löst der Anblick eines Fast Food Logos bereits den “Reflex des Zeit sparens” aus, ungeachtet dessen, ob Zeit ein wichtiger Faktor in diesem Zusammenhang ist. Schneller zu gehen ist zum Beispiel sinnvoll, wenn man sonst zu spät zu einem Termin kommen würde, ist aber ein Zeichen von Ungeduld, wenn man einen Spaziergang im Park macht.

“Wenn man in Betracht zieht, welche Rolle Ungeduld in finanziellen Dingen in der derzeitigen Wirtschaftskrise gespielt hat”, sagt Chen-Bo Zhong, einer der Studienleiter, “müssen wir über das Kalorienzählen hinausschauen, wenn wir die Auswirkungen von Fast Food erforschen wollen, da es sich auch auf unsere  alltäglichen psychischen Reaktionen und unser Verhalten in einem weiter gefassten Bereich auswirkt, als vorher angenommen.”

Quelle: University of Toronto, Rotman School of Management (2010, March 26). Exposure to fast food can make us impatient. ScienceDaily.

27. März 2010 Kategorie Medizin - Kein Kommentar

Keine geringere Sterblichkeit durch Mammografie

Die Früherkennung von Brustkrebs mittels der Mammografie wird uns seit Jahren empfohlen. Doch nun bestätigt sich wieder einmal, dass diese Untersuchung keinerlei Vorteile hat und die Sterblichkeitsraten sich durch ihre Anwendung nicht  verändert haben.

Die Universität von Kopenhagen und das Nordic Cochrane Institut untersuchten die Auswirkungen der Mammografie auf die Sterblichkeitsraten bei Brustkrebs, indem sie in Dänemark Gegenden, in denen Mammografien flächendeckend durchgeführt werden, mit Regionen verglichen, in denen dies nicht der Fall ist. Die Schlussfolgerungen sind eindeutig:

“Wir konnten keine Auswirkungen des Dänischen Mammografie-Screening Programms auf die Sterblichkeitsrate durch Brustkrebs finden. Der Rückgang der Sterblichkeit, den wir in Gegenden mit Mammografie-Screenings beobachteten, glich dem in Gegenden ohne Screening Programme oder war sogar noch niedriger. Er lag außerdem bei den Gruppen, die  für das Screening Programm zu jung sind und lässt sich eher durch veränderte Risikofaktoren und eine verbesserte Behandlung erklären, als durch das Mammografie-Screening.

Quelle: BMJ 2010; 340: c1241