23. Oktober 2009 Kategorie Allgemein

Ganzheitlichkeit

Ganzheitlichkeit ist ein Wort, das immer mehr in Mode gerät und doch gibt es unterschiedliche Definitionen davon. Manche benutzen gern auch den Begriff ‘holistisch’ ein eingedeutschtes englisches Wort für dasselbe Prinzip.

Was meine ich also, wenn ich sage: es geht ums Ganze?

In der alternativen Medizin (Homöopathie, TCM, Ayurveda)  hat die Ganzheitlichkeit schon länger ihren Platz. Betrachtet wird der ganze Mensch – Körper, Geist und Seele – und seine Beziehung zu seiner natürlichen und künstlichen Umwelt (Arbeitsplatz, Wohnbereich, Hobbys, etc.). Wir sind mehr als die Summe unserer Teile. Auch die Schulmedizin erkennt dies langsam und hat jenseits der Psychosomatik begonnen Dinge wie Spiegelneuronen im Rahmen der Psychoneurobiologie zu erforschen.

Doch Ganzheitlichkeit, die “nur” den ganzen Menschen betrachtet, selbst in Verbindung zu seiner Umwelt, setzt diesen Menschen in den Mittelpunkt. Eine ganzheitliche Medizin, die ihre Arzneien durch Tierquälerei erhält, wie z.B. Bärengalle in der TCM, oder durch Tierversuche erforscht, darf sich meiner Meinung nach nicht so nennen, weil sie Mitgeschöpflichkeit vermissen lässt. Ganzheitlichkeit, die Umwelt und die Tierwelt nicht mit einbezieht, ist wieder nur Stückwerk.

Wir leben nicht isoliert von anderen Menschen oder Mitlebewesen, sind nicht getrennt von unserer Umgebung sondern alles ist mit allem verbunden. Wenn wir uns um einen Aspekt des Ganzen kümmern, verändert sich alles. Wir gestalten unsere Welt – niemand sonst. Wenn wir uns um unsere Gesundheit kümmern, werden wir gesund, wenn wir Pflanzenschutzmittel großzügig verteilen, werden diese in unserer Nahrung landen und uns schaden, und wenn wir Mitgefühl für Tiere haben und sie deshalb nicht essen, dann kommt ein Ende der Massentierhaltung in Sicht.

Du findest das schwierig? Ich manchmal auch. Aber mir ist klar geworden, dass wir nur diese Chance haben, täglich bewusster darauf zu achten, was wir tun, was wir sagen, wie wir mit anderen umgehen und uns immer wieder selbst zu prüfen.

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