24. Dezember 2010 Kategorie Inspiration, Tierrechte, vegan

Ich kann keinen Frieden finden

Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen – diesen Satz verbinde ich mit Weihnachten. Wir alle wünschen uns ein friedliches und besinnliches Fest im Kreise unserer Lieben um das Fest zu feiern, das dem Menschen gewidmet ist, der all dem Konflikt auf Erden ein Ende setzen wollte.

Gestern habe ich hier eine Petition unterzeichnet, die verhindern soll, dass Gänse weiterhin bei lebendigem Leib von einer Maschine gerupft werden. Ich denke immer, ich hätte schon alles gehört, aber ich war total erschüttert. Was ist das für ein Mensch, der so ein Gerät ersinnt und was sind das für Menschen, die sie dann auch kaufen und anwenden? Gehen die womöglich sonntags in die Kirche? Beten sie am Tisch und danken dem Herrn für seine Gaben? Kennen Sie das Gebot „du sollst nicht töten“?

Ich kann keinen Frieden empfinden, wenn ich weiß, dass für unser Essen an Weihnachten Millionen und Abermillionen Tiere gequält und getötet wurden. Ich kann sie vor meinem inneren Auge sehen und mit meinem inneren Ohr hören. Ich kann auch keinen Frieden finden, in dem Bewusstsein, dass tausende Männer jetzt zum Sextourismus in Asien sind und dort mit Kindern das machen, wofür sie hier ins Gefängnis gehen würden. Der Mann, der vor ein paar Wochen die beiden Jugendlichen getötet hat, war als Kind schon ein Tierquäler. Ich sehe, dass diese Dinge miteinander verbunden sind, aber es ist in meinen Augen nicht die Lösung über noch mehr Gefängnisse und Sicherheitsverwahrung zu sprechen, sondern darüber, wie wir mit Kindern umgehen und wie wir ihr natürliches Mitgefühl mit allen Wesen aufrechterhalten und fördern können. Als Mutter ist es ganz einfach den Kindern zu sagen: wir essen kein Fleisch, weil dafür andere sterben müssen. Wir verwenden keine Eier, weil dafür Millionen Hähnchen täglich vergast oder lebendig zermust werden. Wir trinken keine Milch, weil diese Milch für Kuhbabys ist. Das versteht jedes Kind sofort. Das kann man auch im Kindergarten, in der Schule und bei Freunden vertreten. Es könnte so einfach sein. Wie singt Herbert Grönemeyer doch gleich: Die Erde ist freundlich – warum wir eigentlich nicht?

2 Antworten auf “Ich kann keinen Frieden finden”

  1. Sabrina sagt:

    Liebe Frauke,

    ich bin Dir für Deine Worte sehr dankbar, gehen mir solche und ähnliche doch vor alle in diesen Tagen des allgegenwärtigen “Frohlockens” duch den Kopf.

    Es ist mutig von Dir, diese Worte auszusprechen, insbesondere in einer Zeit, in der sich der Großteil der Menschen derlei Gedanken verbittet.

    Es ist schön, dass Du auf dieser Welt bist.

    Herzgrüße

    Sabrina

    .

  2. Vielen Dank, Sabrina, es tut gut, einmal nicht nur Kritik für meine “radikale” Meinung zu bekommen.

Hinterlassen Sie eine Antwort