Archive for Februar, 2010

25. Februar 2010 Kategorie Ernährung, Medizin, Tierrechte

Rückrufaktion für verseuchtes Fleisch

Fast 5 Millionen Pfund Rind- und Kalbfleisch von der Huntington Fleischverpackung werden in den USA wegen Verdacht auf Escherischia Coli Befall zurückgerufen sowie fast 1,5 Millionen Pfund mit Salmonellen verseuchte Salami der Firma Daniele Inc.

Mir ist nicht bekannt, ob diese Produkte auch nach Deutschland exportiert wurden, aber es zeigt wieder einmal, dass die Massentierhaltung und Massenverarbeitung von Fleisch nicht ungestraft von statten gehen können. Escherischia Coli ist ein Bakterium, das wir alle in uns tragen, bestimmte Formen davon können jedoch  Magen-Darm-Erkankungen auslösen, außerdem Harnwegsinfekte, Bauchfellentzündung oder Neugeborenenmeningitis. Wenn es im Fleisch vorkommt, bedeutet das, dass das Fleisch mit Fäkalien verunreinigt war. Das kommt sehr häufig vor, wied aber eben meist nicht entdeckt.

Es ist nicht das erste Mal, dass so etwas in den USA geschieht und es hat auch schon Todesfälle deshalb gegeben. Der Grund dafür liegt nicht nur in Verletzungen der Hygienepflicht, sondern er liegt noch tiefer. Weil die Maisproduktion so stark angewachsen ist – der größte Teil davon genmanipuliert – wird der Mais auch an Kühe verfüttert. Das Verdauungssystem der Kühe ist aber auf Gras ausgerichtet. Das Füttern von Mais hat eine Veränderung der Darmflora der Kühe bewirkt, was wiederum eine Mutation der E. Coli Bakterien verursacht hat, die inzwischen resistent gegen Antibiotika sind. Die Tatsache, dass die meisten Kühe auch Antibiotika bekommen, hat dazu sicher auch beigetragen.

Das U.S. Department für Landwirtschaft und Nahrungsmittelsicherheit untersucht die Fälle derzeit.

Quellen: http://www.newsinferno.com/archives/18669

http://www.cidrap.umn.edu/cidrap/content/fs/food-disease/news/feb0110salmo.html

18. Februar 2010 Kategorie Medizin

Homöopathische Arzneien zerstören Krebszellen

Können homöopathische Arzneimittel Brustkrebszellen zerstören? Darüber scheiden sich die Geister seit vielen Jahren. Nun wurde eine In-vitro Studie vorgenommen. Vier homöopathische Arzneimittel – Carcinosin, Phytolacca, Conium und Thuja – wurden getestet.

Verwendet wurden 2 unterschiedliche Brustkrebsgewebe und zum Vergleich eine Zellkultur normalen Brustgewebes.
Die Arzneimittel zeigten eine deutlich zytotoxische Wirkung, d.h. sie bewirkten den programmierten Zelltod der Krebszellen. Die biologische Aktivität dieser ultra-verdünnten Arzneien ist damit eindeutig nachgewiesen. Weitere vertiefende Studien sollen folgen, um die klinische Anwendbarkeit der Wirkstoffe zu erforschen.
Quelle: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20043074

Mein Kommentar: nun scheint endlich “wissenschaftlich” bewiesen, was wir Homöopathen schon immer durch geheilte Fälle gezeigt haben. Die ganzheitliche Wirkung der Arzeien auf den gesamten Menschen sollte aber nicht vergessen werden. Eine gute homöopathische Behandlung lässt sich nicht standardisieren. Außerdem spielt die Ernährung bei der Verhütung und Umkehrung des Verlaufs von Brustkrebs eine herausragenden Rolle.

17. Februar 2010 Kategorie Tierrechte

Grausame Schweinehaltung

Die britische Partnerorganisation der Albert Schweitzer Stiftung, Compassion in World Farming, hat herausgefunden, dass die Mindeststandards in der Schweinehaltung in Europa regelmäßig ignoriert werden. Sie ruft zum Protest bei der zuständigen Landwirtschaftministerin Aigner und beim zuständigen EU-Kommissar John Dalli auf, dem wir uns selbstverständlich anschließen. Wer seinen Protest nicht selbst formulieren möchte, kann auf den Seiten der Albert Schweitzer Stiftung online unterzeichnen.

In 74 Betrieben entstanden Undercover Videoaufnahmen. Es wird deutlich, dass noch immer den Ferkeln regelmäßig die Schwänze abgeschnitten und die Eckzähne abgekniffen oder abgeschliffen werden – ohne Betäubung. Schauen Sie sich das Video an und helfen Sie mit, solche Zustände zu beenden.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=p1uncJQ9ysI&feature=player_embedded]

15. Februar 2010 Kategorie Ernährung, Medizin

Softdrinks erhöhen Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs

Nur zwei Limonaden oder neudeutsch Softdrinks pro Woche scheinen das Risiko, Bauchspeicheldrüsenkrebs zu bekommen, fast zu verdoppeln. Pankreaskrebs, so die medizinische Bezeichnung, ist mit 3%  aller Krebsarten zwar relativ selten, dafür ist er jedoch besonders bösartig und führt in vielen Fällen innnerhalb kurzer Zeit zum Tod.

Die Bauchspeicheldrüse liegt hinter dem Magen, produziert Verdauungssäfte zur Aufschlüsselung von Eiweiß und Fett sowie Insulin zur Blutzuckerregulierung. Bauchspeicheldrüsenkrebs. Die Studie wurde von Dr. Noel T. Mueller von der Universität Washington geleitet und fand im Rahmen der Singapore Chinese Health Study statt, einer Überwachung von über 60.000 Menschen über einen Zeitraum von mehr als vierzehn Jahren.

Warum der Bezug zu zuckerhaltigen Limonadegetränken? Mueller sagt, man wisse es nicht genau. “Wir glauben, es ist der Zucker in den Getränken, der den Insulinspiegel im Körper anhebt, was unserer Meinung nach zum Wachstum der Krebszellen in der Bauchspeicheldrüse beiträgt.”

Andere Risikofaktoren, wie Alter, Rauchen, Diabetes und Body Mass Index (BMI) wurden rechnerisch berücksichtigt. Das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs steigt mit zunehmendem Alter.

Die Getränkeindustrie hat die Studie scharf kritisiert, nannte sie fehlerhaft und verwies auf andere Studien, die nicht zum gleichen Ergebnis kamen. Insbesondere, dass nur 140 Fälle von Pankreaskrebs auftauchten und untersucht wurden, wurde als ungenügend betrachtet. Unterstützung kam jedoch von Laurence N. Kolonel, einem Forscher des Krebsforschungszentrums der Universität von Honolulu, Hawaii. Er hatte zusammen mit seinen Kollegen 2007 seine Forschungsergebnisse bezüglich Zucker in der Ernährung und dem Risiko von Bauchspeicheldrüsenkrebs veröffentlicht. “In unserer Studie fanden wir einen Zusammenhang zwischen hohen Verzehrmengen an Fruktose und Pankreaskrebs. Da hochgradig fruktosehaltiger Maissirup das Hauptsüßungsmittel in Softdrinks darstellt, stimmen unsere Forschungsergebnisse mit der jetzt vorgelegten Studie überein”, sagte er.

13. Februar 2010 Kategorie Ernährung, Tierrechte

20.000 Tiere pro Woche retten

Bremen ist die erste deutsche Stadt, die einen Veggie-Day – einen vegetarischen Wochentag eingeführt hat. Wenn sich tatsächlich alle daran halten, würde das etwa 20.000 Tieren pro Woche das Leben retten, die sonst auf den Tellern der Bremer Bürger landen. Doch nicht nur die Tiere können sich freuen, auch die Umwelt wird geschont. Durch diesen einen Wochentag ohne Fleisch kann genauso viel CO2 eingespart werden wie 40.000 Autos im Jahr verursachen. Und der Gesundheit kommt es auch zugute, denn tierische Nahrungsmittel sind die Hauptverursacher von chronischen Krankheiten wie Bluthochdruck, Herzinfarkt und Krebs.

12. Februar 2010 Kategorie Ernährung, Medizin

Geflügel und Eier verdoppeln das Risiko für Prostatakrebs

Die Ernährung von knapp 1300 Männern mit Prostatakrebs ohne Rezidiv (Wiederauftreten) wurde zwei Jahre lang von einem Forscherteam eines Zusammenschlusses mehrerer amerikanischer medizinischer Fakultäten beobachtet. Hintergrund war die Tatsache, dass Fleisch und Fisch zur Entstehung von Prostatakrebs beitragen sollen, niemand aber je untersucht hat, wie es nach der Diagnose weitergeht.Ziel der Studie war es also, den Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Fleisch, Fisch, Geflügel und Eiern und dem Risiko des Fortschreitens oder Wiederauftretens von Prostatakrebs zu erforschen.[1]

Der Verzehr von Eiern und Geflügel mit Haut ergab ein verdoppeltes und sogar bis zu vervierfachtes Risiko für das Wiederauftreten der Krankheit. Diese Studie zeigt, dass es sehr wohl auf die Ernährung ankommt, selbst nach einer Krebsdiagnose. Beim Braten und Grillen von Fleisch entstehen sogenannte heterozyklische Amine, die erwiesenermaßen Krebs erregend sind. Eine Studie mit ca. 23.000 Teilnehmern über mehrere Jahre ergab ein erhöhtes Prostatakrebsrisiko durch den Verzehr von stark gebratenem oder gegrilltem Fleisch.[2]

Der Verzehr von Eiern ist ebenfalls problematisch, weil Eier viel tierisches Fett enthalten, das nachweislich mit der Krebsentstehung in Verbindung gebracht wird. Die Forscher vermuten weiter, dass der hohe Cholingehalt von Eiern beim Prostatakrebs eine Rolle spielt: “Der Verzehr von Eiern wirkt sich entscheidend auf den Cholinwert im Blut aus, und dieser wiederum wurde kürzlich mit einem erhöhten Risiko für Prostatakrebs in Verbindung gebracht”, sagte einer der Forscher.[3]

[1] Richman EL et al. Intakes of meat, fish, poultry, and eggs and risk of prostate cancer progression. Am J Clin Nutr. 2009 Dec 30.

[2] Sinha R et al. Meat and meat-related compounds and risk of prostate cancer in a large prospective cohort study in the United States. Am J Epidemiol. 2009 Nov 1;170(9):1165-77

[3] http://www.foodnavigator.com/Science-Nutrition/Meat-not-linked-to-prostate-cancer-recurrence-risk

12. Februar 2010 Kategorie Ernährung, Medizin

Alanis Morrisettes neue Ansichten zur Ernährung

Die Künstlerin, die schon als Teenager ihre Karriere begann, war magersüchtig und hatte Bulimie, wie sie dem ‘Health-Magazine” für seine Dezemberausgabe anvertraute. “Ich versuchte, Enttäuschungen, Trauer und Schmerz durch mein Essverhalten zu beeinflussen. Manchmal aß ich vier bis sechs Monate lang fast gar nichts.”

Jetzt, mit 35 Jahren hungert sie sich nicht mehr selbst aus, sondern hat begonnen Essen als “eine Art spiritueller Übung” anzusehen. Ihre gesunden Ansichten zur Ernährung verdankt sie einem Buch, das sie vor einigen Jahren entdeckte: “Eat to Live” von Dr. Joel Fuhrman. “Das ist meine Bibel geworden, hat mich dazu gebracht, völlig neu zu überdenken, was ich meinem Körper zuführe … Jetzt esse ich Nahrungsmittel mit hohem Nährwert wie Obst, Nüsse, Grünkohl und Spinat. Ich mache sogar Spinat in meine Smoothies”, sagte die kanadische Musikerin. Auch von Milchprodukten hat sie sich verabschiedet – ihrer Haut zuliebe. “Meine Haut sieht jetzt toll aus”, sagt sie.

Die Überwindung ihrer Essstörungen hat auch für mehr Klarheit in ihrem sonstigen Leben gesorgt: “Mir ist jetzt völlig klar, was meine Aufgabe im Leben ist. Es gibt keine Depression oder Lethargie mehr und ich spüre, dass ich wieder zu meinem athletischen Selbst zurückkehre. Ich integriere jetzt alle Anteile von mir – Diskjockey, Musikerin, Autorin, Dichterin, Philosophin – und das macht mich stärker.”

Quelle: http://www.cnn.com/2009/SHOWBIZ/Music/11/13/morissette.eating.disorder/index.html